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Willkommen auf der Seite der antinationalen Kampagne des »…ums Ganze!« Bündnis gegen das Superjubiläumsjahr 2009!

Unter dem Motto »Einheit und Freiheit« feiert Deutschland 60 Jahre BRD, 20 Jahre Mauerfall und natürlich sich selbst: als geeinte Jubelnation. Was dagegen spricht? So ziemlich alles. Deswegen zielen unsere Kritik und Aktionen aufs Ganze: Kapitalismus, Staat und Nation gehören abgeschafft. Die bundesweite Kampagne richtet sich gegen die Herrschaft der falschen Freiheit. Denn Freiheit kann es nur eine geben und die heißt: Kommunismus. Weiterlesen

Göttingen: Die freieste Versuchung seit es Deutschland gibt?

Zur bürgerlichen Freiheit und Gleichheit

Eine Veranstaltung der Redical M

27. Mai 2009, 20:00 Uhr, DGB-Haus, Obere Masch 10

Mit Thomas Ebermann (Autor in der Konkret und Phase2

Die „Freiheit“ ist die wichtigste Errungenschaft in der Geschichte der BRD. So wird es zum 60. Jahrestag des Grundgesetzes in den Medien und von offizieller Regierungsseite verkündet.

Doch Freiheit wovon eigentlich? Genau mit dieser Frage wollen wir uns in der Veranstaltung „Die freieste Versuchung seit es Deutschland gibt? Zur bürgerlichen Freiheit und Gleichheit“mit Thomas Ebermann am 27. Mai um 20 Uhr im DGB-Haus beschäftigen.

Vor dem Hintergrund der Jahrestage des Grundgesetzes und der BRD-Gründung wird meistens auf den Nationalsozialismus und die DDR verwiesen und beides in totalitarismustheoretischer Manier gleichgesetzt. Es habe sich um Diktaturen gehandelt, die die politische Freiheit ihrer Bürger und deren (Menschen-)Rechte beschnitten hätte. Weil die BRD die Rechte ihrer Bürger hingegen achtet, gäbe es in ihr weder politische Unterdrückung noch Ausbeutung.

In dieser legitimatorischen Sicht auf die BRD kommen weder die kapitalistische Produktionsweise (die nur als „soziale Marktwirtschaft“ bekannt ist) noch ihr Zusammenhang mit dem politischen System vor. Dass die rechtliche Freiheit und Gleichheit ihre Aufgabe darin finden, den geregelten Ablauf des Marktgeschehens zu garantieren, ist für dieses Gesellschaftsverständnis ein blinder Fleck. Dabei ist die Reduktion der konkreten Menschen auf bloße Funktionsträger die notwendige Folge der bürgerlichen Freiheit und Gleichheit.

Genauso wie die Individuelle Teilhabe am gesellschaftlichen Reichtum nur als Funktionsträger innerhalb des kapitalistischen Produktions- und damit Akkumulationsprozesses (unter Absehung aller nicht kapitalkonformen Charaktereigenschaften) möglich ist, ist die politische Partizipation nur in der Abstraktion von allen persönlichen Eigenarten zu haben. Die Rechte der Staatsbürger zeichnen sich gerade durch ihre Gleichgültigkeit jeglicher individueller und nicht verallgemeinerbarer Qualitäten aus.  

Innerhalb einer solch kapitalistischen Gesellschaft ist Bedürfnisbefriedigun immer nur als Abfallprodukt der gelingenden Kapitalakkumulation möglich. Um die ungehinderte Bedürfnisbefriedigung aller Menschen weltweit zu ermöglichen, bedarf es daher einer gesellschaftlichen Praxis jenseits der Zwänge von Staat und Kapital.