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Willkommen auf der Seite der antinationalen Kampagne des »…ums Ganze!« Bündnis gegen das Superjubiläumsjahr 2009!

Unter dem Motto »Einheit und Freiheit« feiert Deutschland 60 Jahre BRD, 20 Jahre Mauerfall und natürlich sich selbst: als geeinte Jubelnation. Was dagegen spricht? So ziemlich alles. Deswegen zielen unsere Kritik und Aktionen aufs Ganze: Kapitalismus, Staat und Nation gehören abgeschafft. Die bundesweite Kampagne richtet sich gegen die Herrschaft der falschen Freiheit. Denn Freiheit kann es nur eine geben und die heißt: Kommunismus. Weiterlesen

Hannover: Nein, nein, das war nicht der Kommunismus?!

Das Verhältnis der Linken und ihrer radikalen Ableger zu dem 1917 begonnenen und 1989 mit dem „Ende der Geschichte“ symbolisch für tot erklärten Versuch der Errichtung einer nicht-kapitalistischen Gesellschaft ist ambivalent. Lässt sich auf der einen Seite die Geschichte des Marxismus im 20. Jahrhundert als Geschichte seines Verhältnis zur Oktoberrevolution beschreiben, wird die offene Auseinandersetzung andererseits heutzutage nur noch sporadisch geführt. In der Regel wird die Frage nach den Zielsetzungen, progressiven Ansätzen und Fehlern der Bolschewiki schlicht mit dem Hinweis abgehandelt die Sowjetunion und Anhängsel seien eben kein Kommunismus und erst recht keine befreite Gesellschaft gewesen. Der Blick auf den real-existierenden Sozialismus führt der Linken weltweit bedrohlich vor Augen, dass ein Versuch der Befreiung eben auch scheitern kann. Das Schreckgespenst Stalin wird all denjenigen welche auch heute noch von Revolution reden wie selbstverständlich entgegengehalten. Dass darauf mit kaum mehr als einem Abwehrreflex reagiert wird, stellt eine nicht zu unterschätzende Schwachstelle innerhalb linksradikaler Agitation dar. Statt mit der Auseinandersetzung um das Scheitern des Realsozialismus die Fragen nach realer politischer Umwälzung sowie den zentralen Begriffen von Partei, Staat und Klassengesellschaft zu stellen denkt die Linke ihre »andere Gesellschaft« entweder als in weite Ferne gerückten, nie erreichbaren Fluchtpunkt oder schlimmer noch als sozialdemokratischen »Wohlfühl-Etatismus« mit globalen sozialen Rechten für Alle. In einer Veranstaltung mit Felix Klopotek wollen wir darum den Fragen nachgehen um was für ein Regime es sich eigentlich beim Realsozialismus gehandelt hat, wie die Oktoberrevolution zu betrachten ist und was eine linkskommunistische Kritik dem Stalinismus entgegen zu setzten hat und hatte.

4. November | 2030 Uhr | Uni Hannover, Hauptgebäude, Raum F128

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem AStA der Uni Hannover und der Antifa SB.